FAQ: Krankenversicherung in der Ausbildung

Mit dem Beginn einer Ausbildung besteht für Auszubildende die Krankenversicherungspflicht. Hier finden Azubis die wichtigsten Informationen dazu.

Welche Vorteile habe ich bei der AOK Nordost?

Der Zusatzbeitrag der AOK Nordost liegt bei 0,9 Prozent – also unter dem vom Gesetzgeber festgelegten durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Der Beitragssatz der AOK Nordost zählt somit bundesweit zu den niedrigsten.

Für Auszubildende gibt es bei der AOK Nordost zudem den AOK-StarterBonus. Damit erhalten Sie bei gesundheitsbewusstem Verhalten Geld- und hochwertige Sachprämien oder genießen spezielle Vorteile bei den Gesundheitspartnern der Krankenkasse.

Bedingungen und Fristen für die Krankenversicherung in der Ausbildung

Wenn Sie eine Ausbildung beginnen, bei der Sie eine Vergütung erhalten, sind Sie nicht weiter familienversichert. In Deutschland gilt für alle Auszubildenden die Krankenversicherungspflicht. Sie müssen deshalb als Azubi eine eigene gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Bei einer schulischen Ausbildung ohne Arbeitsentgelt besteht die Möglichkeit der Familienversicherung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn auch die sonstigen Voraussetzungen dafür vorliegen. Unter anderem darf Ihr monatliches Einkommen nicht höher sein als 435 Euro beziehungsweise 450 Euro bei einem Minijob.

Als Auszubildender können Sie frei wählen, bei welcher Krankenkasse Sie sich versichern möchten. Der allgemeine Beitragssatz ist gesetzlich geregelt und daher bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich. Jedoch fordern manche Kassen einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern. Wie hoch dieser ausfällt ist, können die Kassen individuell nach Bedarf entscheiden.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Krankenkasse zudem auf Bonusprogramme. Wer zum Beispiel als Mitglied der AOK gesund lebt und sich fit hält, darf sich auf attraktive Sach- oder Geldprämien freuen.

Normalerweise binden Sie sich für mindestens 18 Monate an eine Krankenkasse, bei einigen Wahltarifen unter Umständen auch länger. Danach ist eine ordentliche Kündigung möglich. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Wer also beispielsweise zum 1. Mai bei einer neuen Krankenkasse versichert sein will, muss seine alte Versicherung bis Ende Februar gekündigt haben.

Die Mindestbindungszeit müssen Sie nicht erfüllen, wenn die Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht. Die außerordentliche Kündigung muss dann allerdings im selben Monat erfolgen, in dem Sie von dem Zusatzbeitrag erfahren haben. Die Frist beträgt auch hier zwei Monate zum Monatsende.

Abschluss oder Abbruch der Ausbildung

Ihr Versicherungsverhältnis läuft in diesem Fall weiter. Die Beiträge erhöhen sich entsprechend prozentual mit Ihrem Verdienst.

Wechseln Sie nach Ende der Ausbildung in einen anderen Betrieb, bleiben Sie weiterhin bei Ihrer bisherigen Krankenkasse versichert. Wichtig: Der neue Arbeitgeber benötigt eine Information über die zuständige Krankenkasse.

  • Wenn Sie die Ausbildung abbrechen und bereits einen neuen Arbeits- oder Ausbildungsplatz haben, bleibt Ihre Krankenversicherung bestehen.
  • Wenn Sie ohne Beschäftigung sind, können Sie in die Familienversicherung eines Elternteils zurückkehren. Das ist bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres möglich. Der versicherte Elternteil muss dann bei seiner Krankenkasse einen Antrag stellen.
  • Sind Sie 23 Jahre oder älter und waren Sie in den vergangenen zwei Jahren mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung versichert, steht Ihnen Arbeitslosengeld I zu. Dann sind Sie weiterhin selbst versichert. Die Agentur für Arbeit übernimmt in diesem Fall die Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse.

In jedem Fall sollten Sie Ihre Krankenkasse und die Agentur für Arbeit rechtzeitig informieren, wenn Sie Ihre Ausbildung abbrechen oder nicht übernommen werden.

Sozialversicherung allgemein

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse wie der AOK sind Sie als Auszubildender automatisch auch pflegeversichert. Ziel der Pflegeversicherung ist es, Sie abzusichern, falls Sie nach einer schweren Krankheit oder altersbedingt pflegebedürftig werden.

Als Azubi zahlen Sie in die Sozialversicherung ein. Das bedeutet, neben dem Krankenversicherungsbeitrag leisten Sie Beiträge für die Pflegeversicherung, die Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt zudem einen Beitrag zur Unfallversicherung des Auszubildenden. Somit sind Sie rundum abgesichert.

Besonderer Service für Azubis bei der AOK

Auszubildenden bietet die AOK zusätzlich:

  • Hilfe bei sämtlichen Formalitäten für den optimalen Krankenversicherungsschutz
  • Beratung in allen Gesundheitsfragen
  • AOK-liveonline-Seminare mit Vorträgen rund um Gesundheit, Job und Karriereplanung

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