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Männergesundheit

Während ein Großteil der Frauen regelmäßig zur Vorsorge geht, ist dieses Thema bei Männern bisher weniger in das Bewusstsein gerückt. Oftmals schiebt das männliche Geschlecht auch Zeitgründe oder andere Ausreden vor, warum empfohlene Präventionsmaßnahmen nicht in Anspruch genommen werden. Dabei ist die regelmäßige Vorsorge selbstverständlich auch bei Männern sinnvoll und wichtig. Werden Symptome früh genug erkannt, können schwere oder zum Teil lebensbedrohliche Erkrankungen vermieden oder rechtzeitig behandelt werden. Deswegen sollte es öfter heißen: MÄNNER, LASST DIE HOSEN RUNTER!

Erkrankungen und Vorsorgeuntersuchungen bei Männern

#hosenrunter
Es gibt einige Erkrankungen, gegen die sich der Mann durch regelmäßige (Selbst-) Untersuchungen und Inanspruchnahme von Vorsorgemaßnahmen schützen, oder zumindest einen gravierenden Verlauf verhindern kann. Dazu zählen insbesondere folgende Krankheiten:

Die Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten ist nicht nur bei Teenagern oder jungen Erwachsenen ein Thema. Menschen jeden Alters können sich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr anstecken.

Diese Krankheiten sind nicht nur lästig und verursachen unter anderem Ausfluss, unangenehmes Jucken oder Brennen. Sie können zudem bleibende Schäden wie Unfruchtbarkeit verursachen und weitere Sexualpartner gefährden.

Zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten gehören:

  • Chlamydien
  • Feigwarzen (Humanes Papillomavirus)
  • Genitalherpes
  • HIV/AIDS (besonders gefährlich, da lebensbedrohlich)
  • Läuse und Krätze
  • Syphilis (besonders gefährlich, da lebensbedrohlich)
  • Trichomoniasis
  • Tripper (Gonorrhoe)

Wenn Sie weitere Fragen zu sexuell übertragbaren Erkrankungen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Allgemeinmediziner (Hausarzt), Hautarzt (Dermatologe mit Zusatzbezeichnung Venerologe) oder auch an den Arzt Ihres Vertrauens.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter:

gib-aids-keine-chance.de → Wissen → STI

Hodenkrebs tritt vor allem bei jungen Männern im Alter zwischen 20 und 25 Jahren auf. Insgesamt zählt der Hodenkrebs aber zu einer eher seltenen Tumorerkrankung, da diese nur ein Prozent aller bösartigen Krebsarten ausmachen. Da man diesen Krebs mit moderner Chemotherapie und Bestrahlung sehr gut behandeln kann, ist es wichtig, ihn rechtzeitig zu entdecken. Im Gegensatz zu den Brustkrebs- und Gebärmutterhalskrebsuntersuchungen gibt es keine Vorsorgeuntersuchung für Hodenkrebs. Deshalb sollten schon junge Männer ab der Pubertät ihre Hoden einmal pro Monat auf Veränderungen abtasten. Wer seine Hoden gut kennt und weiß, wie sie sich anfühlen, erkennt Veränderungen schnell. Ein gesunder Hoden sollte eine glatte Oberfläche haben. Hodenkrebs äußert sich meistens durch verhärtete Stellen oder die Verhärtung und schmerzlose Vergrößerung eines gesamten Hodens. Wer eine Verhärtung entdeckt, sollte damit zum Urologen gehen. Auch Krampfadern des Hodens (Varikozelen) können so entdeckt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Hodenkrebs haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Allgemeinmediziner (Hausarzt) oder Ihren Urologen. Weitere Informationen zu der Erkrankung finden Sie auch unter:

www.hodenkrebs-stiftung.de

Die so genannten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenleiden, Stoffwechselstörungen oder Zuckerkrankheit (Diabetes), sind die am häufigsten auftretenden Erkrankungen. Die Früherkennung von Gesundheitsstörungen ist wichtig und sinnvoll, denn auch hier gilt: Vorsorgen ist besser als heilen. Deshalb zahlt die AOK Nordost alle zwei Jahre den sogenannten „Gesundheitscheck 35“ sowohl für Männer als auch für Frauen.

Was genau beim Gesundheitscheck 35 untersucht wird und weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite:

Der große Gesundheitscheck 35

Um den Gesundheitscheck 35 regelmäßig in Anspruch zu nehmen, wenden Sie sich einfach an Ihren Hausarzt.

Hautkrebs ist ein Oberbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen (Krebs) der Haut. In der Umgangssprache wird er oft gleichgesetzt mit dem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs). Ab 35 Jahre können Versicherte der AOK Nordost alle 2 Jahre eine Hautkrebs-Früherkennung bei Ihrem Hautarzt (Dermatologe) in Anspruch nehmen.

Weiterführende Informationen zu den unterschiedlichen Krebsarten sowie die Erläuterung der sogenannten ABCDE-Regel finden Sie auf unserer Seite:

Hautkrebs frühzeitig erkennen

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Hautkrebs haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Allgemeinmediziner (Hausarzt) oder Ihren Hautarzt (Dermatologen).

Hinweis: Oftmals werden Ihnen bei einem Besuch beim Hautarzt „Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)“ angeboten. Der medizinische Nutzen dieser Maßnahmen ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Ebenso könnten zusätzliche Kosten für Sie entstehen. Wir empfehlen Ihnen, sich vor Inanspruchnahme einer solchen Leistung zum Beispiel bei www.igel-monitor.de zu informieren.

Weitere Informationen zum Thema Individuelle Gesundheitsleistungen finden Sie auch auf der Seite:

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)

Der Prostatakrebs (medizinisch: Prostatakarzinom; PCa) ist eine bösartige Tumorerkrankung und geht vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) aus. Der Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes im höheren Alter. Die Erkrankung ist im Frühstadium symptomlos. Im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden wie Blasenentleerungsstörungen, Knochenschmerzen und später Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten.

Ab 45 Jahre (bei familiärer Vorbelastung ab 40 Jahre) können Versicherte der AOK Nordost eine jährliche Prostatakrebs-Früherkennung der äußeren Geschlechtsorgane bei Ihrem Urologen in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen zur Vorsorgeuntersuchung Prostatakrebs-Früherkennung finden Sie auf den Seiten:

Prostatakrebs frühzeitig erkennen

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Prostakrebs haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Allgemeinmediziner (Hausarzt) oder Ihren Urologen.

Als Darmkrebs bezeichnet man alle bösartigen (malignen) Tumore des Darmes. Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung, an der mehr als sechs Prozent aller Deutschen im Laufe ihres Lebens erkranken. Darmkrebs (kolorektales Karzinom) verursacht zunächst sehr selten Symptome, sie entstehen fast immer aus anfangs gutartigen Darmpolypen. Ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest; okkult = verborgen) zählt zu den Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen bei Darmkrebs. Seit April 2017 wird hierzu ein neuer immunologischer Test (iFOBT) eingesetzt. Die AOK Nordost zahlt diesen Test für Versicherte im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich und ab 55 Jahre alle zwei Jahre, sofern keine Darmspiegelung durchgeführt wird. Auf eine solche Darmspiegelung besteht ab einem Alter von 55 Jahren ein zweimaliger Anspruch im Abstand von 10 Jahren.

Wie Sie Ihr Darmkrebsrisiko senken können und weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite:

Darmkrebs frühzeitig erkennen

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Darmkrebs haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Allgemeinmediziner (Hausarzt) oder Ihren Gastroenterologen.

Übersicht wichtiger Ärzte zum Thema Vorsorgeuntersuchungen bei Männern

Um einen Überblick zu erhalten, welcher Arzt für welche Vorsorgeuntersuchung bei Männern der Richtige ist, haben wir Ihnen wichtige Ärzte kurz aufgelistet:

Ein Allgemeinarzt befasst sich mit der sogenannten hausärztlichen Grundversorgung für alle körperlichen oder seelischen Erkrankungen der Familie. Dies umfasst die Vorsorge, Beratung und Betreuung in allen Fragen der Gesundheit. Allgemeinärzte sind darauf spezialisiert, als erster ärztliche Ansprechpartner bei allen gesundheitlichen Problemen zu beraten.

Die Innere Medizin ist ein Teilgebiet der Medizin. Der Internist ist auf die Erkennung, Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation von sämtlichen inneren Organsystemen spezialisiert.

Hautärzte behandeln und betreuen Patienten die an nichtinfektiösen oder infektiösen Hauterkrankungen leiden. Des Weiteren befassen sich die meisten Dermatologen auch mit der Behandlung und Therapie von gut- und bösartigen Hauttumoren. Meist sind Hautärzte auch auf dem Gebiet der sexuell übertragbaren Infektionen spezialisiert. Dann tragen sie die Zusatzbezeichnung Venerologe.

Ein Urologe ist ein Arzt, der auf die Harnorgane und die männlichen Geschlechtsorgane spezialisiert ist. Im Einzelnen behandelt der Urologe somit Krankheiten der Nieren, der Harnleiter, der Harnblase, der Harnröhre, der Hoden, der ableitenden Samenwege wie die Prostata und der Hormondrüsen wie die Nebennieren. Häufige Erkrankungen sind Harnsteine, Tumore, Infektionen sowie Fehlbildungen.

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und befasst sich mit den Erkrankungen des gesamten Magen-Darm-Traktes und der Leber. Zu den Verdauungsorganen gehören neben dem Magen und der Leber auch die Speiseröhre, die Galle und die Bauchspeicheldrüse.

Die Proktologie ist ein Teilgebiet der Medizin. Der Proktologe ist auf die Erkrankungen des End- und Dickdarms spezialisiert und behandelt zum Beispiel Hämorrhoiden, Analabszesse, Inkontinenz und Darmkrebs.

Ein Onkologe ist ein Arzt, der auf Krebserkrankungen spezialisiert ist. Dieser Facharzt verschreibt Chemotherapie oder andere Behandlungen, um Krebs zu heilen oder ihn unter Kontrolle zu bekommen. Onkologen sind Ärzte, die im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes Krebspatienten helfen, so lange und so gut zu leben wie nur irgendwie möglich.

Biologische Grundlagen

Der Körperbau des Mannes ist faszinierend. Deswegen haben wir Ihnen detaillierte Informationen in Wort und Bild zusammengestellt:

Die Anatomie des Mannes.

Das Schambein ist ein platter, winkelförmiger Knochen und Teil des Beckens. Es ist beidseitig vorhanden, wobei beide Schambeine in der Mittellinie durch die Schambeinfuge verbunden sind, damit sich die Beckenknochen geringfügig zueinander bewegen können.

Der Penis ist das männliche Geschlechtsorgan und dient zur Übertragung der Spermien beim Geschlechtsverkehr.

Die Samenbläschen ist eine beim Mann paarig angelegte Geschlechtsdrüse, die über ihren Ausführgang jeweils zusammen mit dem gleichseitigen Samenleiter im Bereich des Samenhügels in die Harnröhre mündet.

Der Ductus ejaculatorius ist ein paarig angelegter Gang, der von den ebenfalls paarig angelegten Samenbläschen durch die Prostata verläuft und in die Harnröhre mündet. Er transportiert den Hauptteil des Ejakulats bei der Ejakulation.

Die Prostata oder Vorsteherdrüse ist eine Geschlechtsdrüse des Mannes und produziert einen Teil des Spermas.

Die Bulbourethraldrüse, auch Harnröhrenzwiebeldrüse genannt, ist eine paarige Geschlechtsdrüse.

Der Samenleiter verbindet den Nebenhoden mit der Harnröhre und dient der Weiterleitung der Spermien. Der Samenleiter durchzieht als Teil des Samenstrangs, vom Nebenhoden kommend, zunächst den Leistenkanal und läuft dann an der Harnblase entlang, nimmt den Ausführungsgang der Bläschendrüse auf und mündet im Bereich des Samenhügels in die Harnröhre.

Der Hoden ist ein paarig angelegtes, inneres männliches Geschlechtsorgan. Er gehört zu den sogenannten Keimdrüsen (Gonaden) und produziert die Samenfäden (Spermien). Zudem werden im Hoden männliche Geschlechtshormone (Androgene), vor allem das Testosteron, gebildet.

Der Hodensack oder das Skrotum zählt zu den männlichen Geschlechtsorganen und ist ein Haut- und Muskelsack, der die Hoden, Nebenhoden, den Anfang des Samenleiters und das Ende des Samenstrangs enthält.

Unter dem Nebenhoden versteht man ein dem Hoden aufliegendes Geschlechtsorgan, das hauptsächlich aus dem auf engstem Raum stark gewundenen Nebenhodengang besteht.

Die Harnblase ist als Teil des Harntrakts ein Organ bei Menschen, in dem der Urin zwischengespeichert wird.

Die Harnröhre ist ein schlauchförmiges Organ des Harn- und Geschlechtsapparats. Sie gehört zu den ableitenden Harnwegen und beginnt am unteren Ende der im Becken lokalisierten Harnblase.

Der Dünndarm ist ein Teil des Verdauungstraktes und dient der Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung und ist auch der Hauptort der Wasserresorption des Menschen. Mit einer Länge von drei bis fünf Metern ist der Dünndarm außerdem der längste Teil des Verdauungstrakts.

Der Dickdarm ist der letzte Teil des Verdauungstraktes des Menschen. Er ist der Teil des Darms, der nach dem Dünndarm beginnt und am Anus endet. Seine wesentliche Funktion liegt im Transport und in der Speicherung des Stuhls.

Der Enddarm ist das beim Menschen etwa 20 cm lange letzte Ende des Dickdarms, das im After endet.

Das Rektum ist ein Teil des Enddarms und damit des Dickdarms und dient der Zwischenspeicherung des Kots, das heißt der unverdaulichen und unverträglichen Nahrungsreste.

Der Anus ist die Austrittsöffnung des Darmkanals. Durch den After verlässt der Kot den Darm.

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